Fragen und Antworten

Häufige Fragen & unsere Antworten

Was ist eine Blutspende?

Blut ist eine natürliche, nicht synthetisch ersetzbare, flüssige Stoffzusammensetzung und kann nur vom Körper selbst gebildet werden. Daher ist die Medizin auf Blutspenden angewiesen.
Definition nach Wikipedia: »Als Blutspenden bezeichnet man die freiwillige Abgabe einer gewissen Menge Blutes. Das Blut wird anschließend untersucht und aufbereitet und für medizinische, wissenschaftliche und pharmazeutische Zwecke verwendet.« [Definition nach www.wikipedia.org]

Welche Arten von Blutspenden gibt es?

  • Vollblutspenden
  • Eigenblutspenden
  • Erythrozyten-Spende (rote Blutkörperchen)
  • Plasma-Spende

Wie läuft die Blutspende beim ITMS ab?

Wir machen in vielen Regionen Blutspendetermine. Wenn Sie gesund sind und es gerne versuchen möchten, sind Sie bei uns herzlich willkommen!

Bei jedem Blutspendetermin prüfen unsere Mitarbeiter Ihre körperliche und gesundheitliche Verfassung, indem sie Ihre Körpertemperatur messen, wichtige Blutwerte bestimmen und Sie um die Beantwortung ein paar wichtiger Fragen bitten.

In einem persönlichen Arztgespräch nehmen wir uns Zeit für Ihre Anliegen, messen Ihren Blutdruck, bewerten den Spenderfragebogen und entscheiden schließlich, ob Sie für die Blutspende zu diesem Termin geeignet sind.

Ein paar separate Testabnahmen, die eigentliche Blutspende in einen etwa 500 ml fassenden Sammelbeutel und zirka fünf bis zehn Minuten später haben Sie es auch schon geschafft. Hygiene ist dabei natürlich das hohe Gebot der Stunde. Bei jeder Spende werden nur sterile Einmalsysteme eingesetzt.

Da die gespendete Blutmenge im Verhältnis zu Ihrer Gesamtblutmenge gering ist, wird der Blutverlust schnell wieder von Ihrem Körper kompensiert. Um Kreislaufreaktionen zu verhindern, empfehlen wir zur Sicherheit unseren Spendern eine Nachruhezeit von etwa 30 Minuten. Dazu stellen wir Ihnen kostenfrei Nahrungsmittel und Getränke zur Verfügung, die Ihnen neue Energie zuführen.

Wie lange dauert eine Blutspende?

Die Dauer einer Blutspende hängt von der Spendeart ab. Eine Vollblutspende dauert gewöhnlich nur etwa 5 bis 10 Minuten.

Wer darf Blut spenden – und wie oft?

Alle gesunden Frauen und Männer ab 18 Jahren dürfen prinzipiell Blut spenden. Zu beachten sind je nach Art der Blutspende verschiedene zeitliche Abstände.

Übersicht der Abstände zwischen den einzelnen Spendearten

 von

zu

Dauer

Vollblut     

Vollblut     

8-12 Wochen    

Plasma

Plasma

1 Woche

Plasma

Vollblut 

1 Woche

Vollblut

Plasma

2-4 Wochen

Bei Vollblutspenden dürfen Frauen insgesamt vier Mal, Männer bis zu sechs Mal pro Jahr spenden. Ausgeschlossen werden dagegen alle diejenigen, für die Sperrgründe gelten.

Wann und wo kann ich Blut spenden?

Das ITMS fährt regelmäßig über 160 Orte im Raum Thüringen, Sachsen-Anhalt und Franken an. Handzettel, regionale Tagespresse, Plakate und Twitter informieren Sie rechtzeitig darüber, wo und wann wir in Ihrer Nähe sind. ITMS-Stammspender erhalten eine persönliche Einladung von uns. » Folge uns jetzt bei Twitter

Was ist alles zum Blutspenden mitzubringen?

Erstspender bringen bitte ihren gültigen Personalausweis, Reisepass oder Führerschein mit. Nach der ersten Spende bekommt jeder automatisch einen persönlichen Unfallhilfe- und Blutspender-Pass vom ITMS ausgestellt, in dem seine persönliche Blutgruppenformel angegeben ist. Alle weiteren Blutspenden werden dann fortschreitend darin datiert und abgestempelt. Der Unfallhilfe- und Blutspender-Pass ist daher immer gemeinsam mit Personalausweis, Reisepass oder Führerschein zu jeder Spende mitzubringen.

Welche Tests werden genau gemacht?

Um für Spender und Empfänger höchstmögliche Sicherheit zu gewährleisten, werden verschiedene Gesundheitschecks durchgeführt.

Feststellung der Spendereignung:
  • Ausfüllen eines Fragebogens zur medizinischen Einschätzung
  • Bestimmung des Hämoglobin-Wertes
  • Blutdruckmessung
  • Messung der Körpertemperatur
Tests des Spenderblutes:
  • Bestimmung der Blutgruppe
  • Feststellung des Rhesus-Faktors und des Kell-Faktors
  • Antikörpertests (Erythrozyten-Merkmale)
  • Gelbsucht (Hepatitis A, B und C)
  • HIV
  • Syphilis
  • Ringelröteln (Parvovirus B19)

Welche Sperrgründe gibt es?

Grundsätzlich sollte man gesund sein und sich so fühlen. Es gibt viele Sperrgründe, die verhindern sollen, dass für den Spender oder Blut-Empfänger Risiken entstehen. Die wichtigsten haben wir hier aufgeführt:
  • Die zeitliche Frist zwischen den einzelnen Spendearten ist noch nicht abgelaufen.
  • Ihr Blutdruck ist zu hoch oder zu niedrig.
  • Sie nehmen Medikamente ein.
  • Sie wiegen unter 50 kg.
  • Sie sind jünger als 18 Jahre.
  • Sie sind älter als 68 Jahre.
  • Sie sind im Moment erkrankt, z.B. durch eine Erkältung, erhöhte Temperatur, Durchfall etc.
  • Sie haben bestimmte Krankheiten wie Hepatitis, Krebs etc. durchgemacht.
  • Sie haben sich in den letzten Monaten im Ausland, insbesondere außerhalb Europas aufgehalten.
  • Sie haben körperliche Beschwerden, gerade erst eine OP, einen Unfall, Spiegelungen o.ä. hinter sich.
  • Sie sind Empfänger von Blutprodukten. Sie hatten Kontakt mit Fremdblut.
  • Sie haben vor Kurzem erst ein Ohrloch, eine Tätowierung oder ein Piercing stechen lassen.
  • Sie sind schwanger bzw. haben vor Kurzem erst entbunden.
  • Sie sind erst vor Kurzem z.B. gegen Hepatitis B geimpft worden.

Was passiert mit meiner Blutspende?

1. Präparation
Das abgenommene Vollblut wird nach der Entnahme in seine einzelnen Bestandteile (Erythrozyten, Plasma und Thrombozyten) durch Zentrifugation getrennt. Parallel dazu werden Blutproben jeder abgegebenen Spende im Labor umfassend untersucht: Blutgruppenbestimmung, Antikörper-Suche, Antigenbestimmung, Testungen auf virale Erkrankungen, Nachweis von Erbmaterial für Hepatitis A-, B- und C-Viren, HIV, Parvovirus B 19 (Ringelröteln), Bestimmung von Eiweiß-Bestandteilen und Leberenzymen. Jede abgenommene Blutkonserve wird mit einem Strichcode versehen, durch den eine lückenlose und eindeutige Zuordnung garantiert werden kann.
2. Aufbereitung
Die Blutprodukte Erythrozyten, Plasma und Thrombozyten werden im ITMS in unterschiedlichen Verarbeitungsprozessen aufgearbeitet, haltbar gemacht und gelagert.
3. Vertrieb
Die Abteilung Vertrieb ist das Bindeglied zum Einsatz der Blutkonserven. Hier werden die eingehenden Anfragen von Kliniken und Ärzten bearbeitet und die gewünschten Präparate rund um die Uhr für eine schnelle Auslieferung fachgerecht vorbereitet.
4. Auslieferung
In unseren eigenen Kurierfahrzeugen, die mit speziellen Kühlaggregaten ausgestattet sind, werden die gewünschten Präparate an Krankenhäuser und Ärzte zeitnah im 24 Stunden-Dienst ausgeliefert.

Welche Blutprodukte entstehen aus meiner Blutspende?

1. Erythrozyten (rote Blutkörperchen)
Die Aufgabe der Erythrozyten ist der Sauerstofftransport im Körper. Eingesetzt werden sie deshalb größtenteils für Krebserkrankte und bei Operationen mit Blutverlust. Das Erythrozyten-Konzentrat ist bei 4°C 35 Tage haltbar. Eine Vollblutspende ist in Abständen von 8 bis 12 Wochen möglich.
2. Plasma
Das Blutplasma wird bei Gerinnungsstörungen (Blutungen, die kaum zu stillen sind) eingesetzt. Es ist auch ein Ausgangsstoff für Medikamente. Das Plasma wird nach der Entnahme innerhalb kürzester Zeit schockgefrostet und kann bei -30°C bis zu zwei Jahre gelagert werden. Aus Sicherheitsgründen kommen die Plasmen erst nach erfolgreicher, 4-monatiger Quarantänelagerung zur Auslieferung. Eine Plasmaspende ist im Wochenrhythmus möglich.
3. Thrombozyten (Blutplättchen)
Die Thrombozyten werden z.B. bei Unfallopfern zur Gerinnung eingesetzt, um starke Blutungen zu stoppen. Das Konzentrat muss während der Einlagerung ständig in Bewegung gehalten werden, da es sonst schnell verklumpt und unbrauchbar wird. Vier Vollblutspenden werden für einen Beutel Blutplättchen benötigt. Die Konserven sind nur fünf Tage haltbar.

Was ist eine Blutkonserve?

Als Blutkonserve bezeichnet man meist noch umgangssprachlich haltbar gemachte Blutprodukte. Je nach Art sind diese unterschiedlich aufbereitet. Überwiegend werden mit dem Begriff Erythrozyten-Konzentrate verstanden, da diese am meisten für Transfusionen verwendet werden.

Was ist eine Blutbank?

Eine Blutbank ist ein Depot für Blutkonserven. Hier werden alle aufbereiteten Blutspenden erfasst, gesammelt und können bei Anforderung jederzeit abgerufen und ausgeliefert werden. Der hauseigene Lieferservice des ITMS kann so enorm schnell und flexibel benötigte Blutkonserven für Kliniken, Ärzte und andere Gesundheitseinrichtungen bereitstellen.

Wer bekommt Bluttransfusionen?

Menschen, denen bestimmte Blutbestandteile in Folge eines Unfalls oder einer Erkrankung fehlen, werden diese durch für sie passende Blutkonserven zugeführt. Die Menge der Bluttransfusion ist abhängig vom Grad der Verletzung bzw. Erkrankung. Ein Verlust von mehr als drei Litern Blut – z.B. nach einem Unfall – ist zum Großteil nur mit Hilfe von meist mehreren Bluttransfusionen zu überleben.

Welche Anerkennung gibt es für meine Blutspende?

Neben den gesetzlich möglichen Aufwandsentschädigungen für Blutspender, bedanken wir uns natürlich bei allen Stammspendern auf ganz besondere Weise. Sie liegen uns am Herzen, weil Sie sich mit uns gemeinsam der hohen gesellschaftlichen Verantwortung stellen, die mit dem Blutspenden verbunden ist. Und das zeigen wir Ihnen auch! Vier Mal im Jahr veranstalten wir Auszeichnungsfeiern für unsere Spender, die mehr als 50 Blutspenden geleistet haben. In höchster Wertschätzung werden sie mit Auszeichnungsurkunde, Ehrennadel und kleinen Geschenken gewürdigt. Diese Auszeichnungsveranstaltung mit prominenten Ehrengästen gehört unseren Spendern, ganz allein. Damit sagt das Institut für Transfusionsmedizin Suhl gemeinnützige GmbH DANKE aus tiefstem Herzen.

Wieviele Menschen spenden beim ITMS?

Seit 1990 verzeichnet das ITMS (Institut für Transfusionsmedizin Suhl gemeinnützige GmbH) jährlich steigende Spendenzahlen. Mit bis zu 11% Blutspendenanteil an der Bevölkerung liegt das Institut etwa 6% über dem Bundesdurchschnitt und mit an der Spitze der deutschen Blutspendedienste. Über 130.000 Vollblutspenden im Jahr zeigen das Leistungsvolumen des Instituts.

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